Auswahl meiner Arbeiten

"ECHO"

aktuelles Kunstprojekt zur experimentellen Zeichnung

in Zusammenarbeit mit der Tanztheatergruppe der Ballettschule "Borgers Ballett", Westerburg. 6 entstandene Echos sind auf der aktuellen Ausstellung im Foyer des Tanzhauses ausgestellt.

 

 

 

 

„Was kann man zeichnen, wenn sichtbare Objekte aus den Bildern verschwinden? Wie kann ein Klang aufgezeichnet werden? Wie eine Bewegung? Wie der Ablauf von Zeit? Und welche zeichnerischen Mittel kommen dabei zum Einsatz?“

 

 

Die Kompositionen „ECHO“ entstehen durch Aufzeichnung einer tänzerischen Bewegung im Raum und einem weiteren Transfer, bzw. einer Rückführung in die Welt des Klangs durch das Mittel der Frottage auf Notenpapier. Somit verbinden die Arbeiten Elemente der bildenden Kunst, des Tanzes und der Musik. Dazu werden unterschiedliche zeichnerische Verfahren kombiniert:

 

 

Zunächst nehmen Tänzerinnen kleine „Zeichenagenten“ in einer „Black Box“ mit auf einen Tanz. Die Tänzerinnen bewegen sich zu einem ausgewählten Musikstück (in der Abbildung „Gnossienne No. 1“ von Eric Satie). Durch die tänzerische Bewegung entsteht eine Zeichnung, die den Bewegungsablauf in Lineaturen abbildet. Die entstandenen Lineaturen werden in einem aufwendigen Arbeitsprozess zu „Druckstöcken“ weitergearbeitet, indem mittels eines Fadens die Spur vollständig und möglichst exakt nachgebildet wird. Ein weiterer Transfer nutzt anschließend ein altes, einfaches und bekanntes zeichnerisches Mittel - die „Frottage“, ein Verfahren, bei dem eine Oberflächenstruktur durch Abrieb mit einem Graphitstift auf ein aufgelegtes Papier übertragen werden kann. Durch Abrieb des Reliefs auf Notenpapier können dort wieder Linien und Punkte (oder „Noten“) entstehen, welche die Zeichnungen in die Klangwelt zurückführen und so eine ungewöhnliche musikalische Interpretation - oder ein gezeichnetes Echo - eines Musikstückes erzeugen.

von Silke für Kurse und Workshops

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